Mai 13, 2019

Die Welt auf den Kopf gestellt und es dauert nicht lange und Du lächelst!
     

Der Kopfstand „Shirsasana“ ist eine Umkehrposition.
  
Umkehr zeigt für mich verschiedene Sichtweisen: sich von einem Vorhaben zurückzuziehen und sich wieder in die gesicherte Zone des Gewohnten bewegen. Umkehr bedeutet aber auch umdrehen oder um etwas herum gehen. Umkehr findet aber auch noch eine ganz andere Erklärung: Die Welt aus einem anderen Blickpunkt betrachtet, sich bereit machen neue Wege zu gehen und Mut zu finden das auch zu tun, woraus sich eine verbesserte Lebenssituation ergeben kann.
 
Mit dem Kopfstand stellen wir das Herz über den Verstand. Yogis machen das absichtlich. Wir wollen lernen mit dem Herzen zu denken und aus dem Herzen heraus zu handeln.
Instinktiv wollen wir das alle, weil wir eigentlich wissen, dass die täglichen Entscheidungen besser aus dem Herzen gemacht sind als anders. Leichter gesagt als getan, aber wir bemühen uns es zu tun.
 
Eines ist sicher, wir dürfen daran glauben, das jeder im Augenblick einer Tat, eines Gedanken, einer Handlung das Bestmögliche gibt, was er im Moment geben kann!
 
Wir stehen im Kopfstand nicht wirklich auf dem Kopf. Das wäre auch fatal für unsere Halswirbelsäule, die ja gar nicht dafür ausgelegt ist das gesamte Körpergewicht zu tragen. Viel Kraft aus dem Bauch, Beckenmuskeln und dem Schulterbereich sind erforderlich um diese Yogaübung halten zu können.
Ich habe zunächst an der Wand geübt, aber mit dem Fokus darauf mich mehr und mehr von der Wand zu lösen. Und das hat geklappt.

Der Kopfstand kennt viele Variationsmöglichkeiten und Aufbaustufen, so dass jeder in seine Umkehrposition finden kann.
  
Im Unterricht baue ich den Kopfstand exakt Stufe für Stufe auf! Mir ist es wichtig alle Teilnehmer in irgendeiner Form in eine Vorübung des Kopfstandes zu bekommen. Weil es ja eine Herzensangelegenheit ist.

Eine tolle Lösung für Teilnehmer, die sich unwohl mit dem Kopf auf der Erde fühlen oder gar aus ärztlichen Gründen den Kopfstand auf derart nicht üben sollten, ist der FeetUp sehr empfehlenswert. Dieser Stuhl ist grandios und ich arbeite gerne damit. Die Polster des Stuhls machen es für die Schultern bequem und der Kopf schwebt in der Umkehr frei in der Luft. Ich nutze den Stuhl sooft ich kann. Bauch, Beine und Rücken können super auf trainiert werden.

So kannst du sicher in den Kopfstand gehen, mit oder ohne FeetUp-Stuhl:

 

 

Die Wirkungen von Umkehrpositionen sind super für den Körper und dem Geist. Wir können besser entspannen, das Herz-Kreislauf-System verbessert sich, die Verdauung bekommt neuen Schwung und die Konzentrationsfähigkeit steigt. Wir sind wacher und das Nervensystem wird positiv beeinflusst. Wir drehen den Blut- und Lymphfluss um, so dass das Venen- und Herzsystem entlastet werden und Bronchien / Lungen mit frischen Nährstoffen versorgt werden. Bei mir hat der Kopfstand auch eine Wirkung auf meine Stimmung. Er macht mich fröhlich.  

 
Als Umkehrpositionen gelten alle Übungen bei denen der Kopf unter das Herz gestellt wird. Also es muss nicht unbedingt der Kopfstand sein ;-). Die stehende Vorwärtsbeuge, der herabschauende Hund sind Beispiele.
 
Tipp: Lasse Dich von einem kundigen Yogalehrer in deinen ersten Kopfstand hineinführen. Und bei Problemen in der Halswirbelsäule wende am Besten eine andere Umkehrposition an bei der Du Dich wohl fühlst.
 
Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deiner Yogapraxis.
 
Mit liebem Gruß
Claudia

Website unserer Autorin Claudia Hahn


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